Kirantis

Die Vergangenheit zieht lange Schatten, die auch die Zukunft verändern können.
 
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 Das Industrieviertel

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John Tanner

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Nov 22, 2013 6:06 pm

Schnell rannte sie durch den langen Gang. John ließ sich fast willenslos von Varron ziehen. Seine Gedanken hingen noch bei den toten Banditen. Irgendwie hatte ihn seine Wut während des Kämpfens in eine Raserei gebracht, die nun in eine Trance übergegangen war.
Weshalb hatte er so eine Wut auf diese Menschen gehabt? Sie waren Böse, aber auch normale Menschen. Sie machten das Leben anderer übel, aber auch sie lebten in einem üblen Leben. Sie hatten getötet, aber auch er hatte getötet, wahrscheinlich mehr als jeder andere von ihnen. Immer kamen diese Gedanken. Er konnte die Wut auf die Stadt und die Banden nicht mehr verstehen. So einen Ausbruch hatte er noch nie gehabt. Er hatte gedacht, er hätte die Stadt und die Wut hinter sich gebracht, er hatte gehofft, dass die Wut weniger geworden wäre, aber er hatte sich geirrt.
Sie standen nun auf dem Vorplatz. Varron war gestoppt. Das Lachen derer die die Waffen auf sie richteten und das Lachen aus dem Lautsprecher nahm John nicht war, erst als sein Name fiel wurde er aus seiner Trance gerissen.

"Wer bist du und woher kennst du meine Eltern?", brüllte John, als die Stimme geendet hatte.
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Varron

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Nov 22, 2013 11:48 pm

Varron blickte zu John und wieder zurück ins gegenblendende Licht. Er war schockiert. War es nicht ein Zufall, dass sie hier in die Falle getappt waren? und dennoch schien all dies so durchdacht. Die Stimme antwortete:

"Nun John, wer ich bin spielt nichts zur Sache. Ihr wisst ja wie ich aussehe, ich hatte euch am Käfig besucht. Mehr braucht ihr nicht wissen. Und was deine Eltern betrifft, ich bitte dich. Jeder kennt deine Eltern, zumindest in Paros Sky. Waren es damals sogar nicht deine Leute, die sie zur Strecke brachten?"
Der Mann kicherte, das Lachen der Anderen folgte wie ein Echo.
Er fuhr fort: "Naja, ich bin mal nicht unhöflich: Wie du dich sicher erinnern kannst war deine Mutter damals eine gerne gesehene Archeologin. Sagen wir mal so, es gibt ein paar Interessenten an ihrer Arbeit. Und da du ihr wohl letzter Nachfahre bist, hegen sie das selbe Interesse für dich. Für meinen Teil wäre es ein netter Preis, aber man könnte auch darauf verzichten, wenn du zuviel Ärger machst. So eine Patrone kostet viel weniger, also was solls?
Ich lasse dir die Wahl: Ergibst du dich, so werden wir unseren nervösen Abzug einen Moment zurückhalten können...größtenteils zumindest... und du wirst den wunderbaren Zauber hinter den Kullissen erfahren.
"
Er reusperte sich: "Und naja...tust du es nicht...wir wissen was dann passiert".

Varron blickte zurück zu John: "John, wovon redet er?!", fragte Varron, gleichermaßen überrascht und schockiert. Er hatte von all dem nichts gewusst. Doch wem sollte die Archeologie soviel am Herzen liegen, dass man solche Wege einschlägt.
"John, was meint er?", fragte Varron erneut, während seine Stimme mehr und mehr erzürnter klang.

Nun lag es an John, eine Entscheidung über ihrer Leben zu treffen.
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John Tanner

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Sa Dez 07, 2013 1:07 am

"Ich weiß nicht was der von uns will?, sagte John zu Varron gewandt. "Aber sie wissen etwas über meine Eltern."
John überlegte. Nach all der Zeit wollte er zu gerne etwas über den Tod seiner Eltern erfahren. Das es so geheimnisvoll war, konnte nur was wichtiges bedeuten.
"Wir sollten uns ergeben, ich will unbedingt wissen, was er meint.", flüsterte er Varron zu.
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Varron

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mo Dez 09, 2013 1:39 am

Varron schaute entsetzt auf John: "Was?! Ist das dein Ernst?! Du willst mich wohl verarschen! Die werden uns doch niemals am Leben lassen, erinner dich doch mal was wir vor gut 2 Minuten mit ihren Freunden gemacht haben?! An deiner Hand klebt immernoch ihr Blut! Glaubst du echt die werden uns die Hand geben und alles ist wieder Gut?! Was glaubst du was die mit uns machen?"
Während Varron dies sagte schüttelte er John. In seinen Augen blitzte die Angst.
"Scheiß auf deine Pistole und lass uns verschwinden! willst du das riskieren?!"

Die Stimme des Sprechers meldete sich erneut: "Nun, eure Antwort?"
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John Tanner

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Do Dez 12, 2013 3:07 am

John fluchte leise. "Meinst du uns wird etwas anderes geschehen, wenn wir sein Angebot ablehnen? Wir sind umstellt und auch du wirst hier nichts ausrichten können. Das hier sind nicht die einfachen Schläger von eben." Er machte eine Pause, um einmal Luft zu holen. Er spürte die Wut wieder in sich aufkeimen. Zu gerne würde er verschwinden oder seine Wut an den Schützen auslassen.
"Es geht auch nicht um meine Pistole. Es geht um meine Eltern. Mein Leben lang habe ich mich gefragt, weshalb sie sterben mussten und hier komm ich dem ganzen endlich näher. Wir könnten hier vielleicht sogar erfahren, weshalb das alles passiert ist, seit dem wir uns kennen. Wir müssen das tun!"
John drehte sich im Raum und versuchte etwas hinter den Scheinwerfern zu erkennen. Dann brüllte er: "Wir ergeben uns, aber sag uns was ihr für ein Spiel spielt!"
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Do Dez 12, 2013 5:23 pm

Sie beobachtete das Spiel schon eine ganze Weile... Was taten die beiden da?
Vorhin sah es noch aus wie ein Kampf und nun war alles still. Sie beschloss zu Varron und John runter zu gehen, die beiden würden schon sagen, ob alles in Ordnung war. Vom Dach aus sprang sie herunter und ging auf die Truppe zu. Als sie vor der großen Truppe mit ein wenig Abstand stand, ließ sie sich vom Wind in die Mitte zu John und Varron führen.
Sie blieb einen Moment auf den Knien, um abzuwarten, was passieren würde. Danach stellte sie sich aufrecht hin.
"Alles okay bei euch?"
Sie lächelte die beiden an.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 11:52 am

"Sehr gut", sagte ihr Sprecher.
Mit den Worten Johns wurden die Suchscheinwerfer von ihren Gesichtern gelenkt, sodass die Sicht besser wurde. Ein enttäuschtes Raunen ging durch die Banditen, doch die Waffen wurden von ihnen weggerichtet, obgleich sie immernoch bereit wären, bei einer Flucht auf sie zu schießen.
Varron wollte nicht ganz dem Frieden trauen. War es eine Falle?, dachte er sich.
Er schritt auf John zu: "Ich bete für uns, dass wir den nächsten Morgen noch sehen!". Varron war immernoch sauer auf John. Er konnte ja irgendwo verstehen, dass Johns innerer Friede von dieser Frage ferngehalten wurde, doch musste dies mit ihren Leben riskiert werden? Gab es keine anderen Verwandten, Stammbücher oderalten Archive, die ihn diese Frage beantworten könnten? Doch all dies fragte er nicht. Es wäre taktlos gewesen und sicherlich hatte John all dies überprüft. Varron wusste selbst nicht, was er hätte tun sollen. In seinem Inneren kämpfte die Anspannung, sich seinen Weg freizuschießen und zu verschwinden zeitgleich mit der Entspannung, dass sie nun in Sicherheit...nein vielmehr nicht mehr bedroht sind. Am liebsten würde er John eine rein hauen, dass er sie so leichtfertig wie ein Gut abgegeben hat. Doch niemals würde Varron nun ohne ihn verschwinden.
Und so blieb die Hoffnung, dass die Banditen recht hatten und dass John und Varron an jemanden übergeben werden würden, der nicht das Ziel hat, ihnen Leid anzutun. Varron spürte einen Windzug, während das erstaunte Aufrufen von Banditen zu hören war.
Er wandt sich um, doch niemals hätte er sich vorstellen können, wer da auf sie zukam.
"DEYNA!", rief Varron freudig auf und umarmte sie, spürte ihre kalte Haut.
Wie lange er sie wohl nicht mehr gesehen hatte? Es kam ihn vor wie eine gefühlte Ewigkeit. Dass sie nun, in solche einer misslichen Lage sie wiederfand, war mehr als glückbringend. Ja, dachte sich Varron, mit ihr könnten sie notfalls einfach fliehen.
Er schaute auf seine Knöchel, an denen Asche und Blut klebte, teilweise auch eigenes. "Naja, soweit schon", sagte Varron hoffnungsvoll: "Hast du mitbekommen, was geschehen ist?"
Am liebsten würde er sie nun mit fragen löchern, wo sie gewesen war, was sie erlebt hatte, all sowas. Doch dazu war nun keine Zeit.
Er schaute sie ernster an: "Deyna, wir haben uns ergeben. Wir warten nun hier darauf, dass wohl jemand kommt, der großes Interesse an John zeigt. Wenn dir das zu bunt ist, dann solltest du fliehen. Du bist schnell, du schaffst das mit Leichtigkeit."
Seine Entscheidung war hingegen gefallen. Die Entspannung hatte gesiegt, seine Neugierde auf das, was kommen sollte, war nun zu groß.
"Ich werde hierbleiben"

In der Ferne hörte man die Rotorblätter eines Helicopters.
Inzwischen kam jemand herunter gelaufen. Es war ihr Verfolger aus der Tafel. Varron traute seinen Augen nicht: "DU!," schrie er den Mann an, doch erschrocken von Varrons lärmdurchbrechender Lautstärke verschwand er schnell wieder, ein kleines Paket hinterlassend.
Varron nahm es an und schaute hinein. Es war Johns Pistole mit Magazinen und Holster, doch jegliche Patrone wurde entfernt.
"Ich denke mal das ist für dich", sagte Varron mit seinen mitlerweile trockenen Lippen.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 12:49 pm

Ein wenig überrascht nahm John seine Pistole, sein Magazin und sein Holster an. Er schnallte es locker an seine Hüfte. Erst als er jetzt aufsah bemerkte er Deyna. Er hatte sich die ganze Zeit nur auf die Stimme konzentriert und war nun sichtlich erstaunt, als er das bleiche Mädchen sah.
"Was machst du denn hier? Wie hast du uns gefunden? Wo warst du all die Zeit?"
Für große Unterhaltungen war kaum Zeit, da sie direkt weiter geführt wurden, doch ihm vielen noch weitaus mehr Fragen ein. Deyna war damals aus dem Containerlabyrinth verschwunden und durch die schnelle Flucht war auch keine Zeit gewesen nach ihr zu suchen. Erst jetzt fiel John auf, wie lang das doch alles her zu sein schien. Sie waren in der zwischen Zeit quer durchs Land und wieder zurück gereist. Ein leichtes lächeln machte sich auf Johns Gesicht breit. Auch wenn viel schlimmes passiert war, es war eine schöne Zeit gewesen und John freute sich ein wenig durch das auftauchen Deynas daran erinnert worden zu sein.
Allmählich verschwand seine Wut. Er beruhigte sich und ließ sich nicht mehr von seinem Hass leiten, doch die neugierde für den Grund des Todes seiner Eltern blieb.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 1:53 pm

Als Varron sie umarmte, fühlte sie kurze Zeit eine alte Vertrautheit. Varron stellte ihr viele Fragen, die sie wohl später beantworten müsste. Sie spürte die Angespanntheit in der Luft... ,,Ich werde bei euch bleiben, wie früher." Sie lächelte dabei und sah John an, der sie ebenfalls erst einmal mit Fragen löcherte. Vorher waren alle immer füreinander da. Varron erklärte Deyna was Sache war. Sie spitzte leicht die Lippen. Schwierig, dachte sie... Die Bände sah ziemlich stark aus und wenn John die Informationen brauchte, würde sie zunächst inne halten. In einer brenzlichen Situation könne sie zumindest zur Flucht verhelfen. ,Schütze sie' sprach sie leise zum Wind und schaute dabei die beiden Männer an. Sie waren umzingelt und wurden immer weiter in eine Richtung getrieben.
Deyna bemerkte die Wunden und Verletzungen bei John und Varron.
,,Was ist passiert? Geht es euch bezüglich eurer Verletzungen gut?"sprach sie zu Varron. Sie hatte wie immer sofort das Bedürfnis zu helfen, was sich sicherlich jetzt nicht als sehr sinnvoll erachten würde... Sie schaute in die grimmigen Gesichter der Bande.
Männer...dachte sie sich und lächelte leicht.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 2:41 pm

"Ach, das sind nur Schrammen", erklärte Varron.
Deynas Erscheinen verblüffte immernoch viele der Banditen, doch ihr Sprecher wies ihnen an, doch keine Angst vor einem kleinen Mädchen zu haben, wordurch diese nur lachten und sie nicht weiter beachteten.
Die Geräusche von Rotoren wurden immer lauter, bis schließlich drei Lichtpunkte am Horizont zu sehen waren. Sie wurden in ein paar Räumlichkeiten geführt...gedrängt traf es wohl eher. Doch obwohl das Varron alles andere als gefiel, so blieb er ruhig, er hatte sicherlich keine Lust, nun alles wieder zu kippen.
Sie kamen in einen Raum, in dem ein paar Getränke standen, jedoch nur ein Glas.
"Nimm dir ruhig", sagte Varron zu John: "Wir Alle wissen, für wen das hier gedacht ist". Er drehte sich um. Die Wachen, die mit ihnen im Raum standen verzogen keine Mine. Es waren Drei Muskelprotze. Varron schmunzelte. Wenn die wüssten, was Deyna drauf hat, dachte er nur.
Mitlerweile waren die Rotorblätter deutlich laut geworden.
Wind drang durch den Gang, durch dem sie gekommen waren.
"Es wird Zeit", sagte schließlich eine der Wachen und deutete wieder hinaus auf den Vorhof, von dem sie gekommen waren.
Einer der Hubschrauber war gelandet. Es war einer dieser kleineren Transporthubschrauber wie sie auch von Polizei und Notdienst verwendet wurden. Sein schwarzer Lack blitzte in den Scheinwerfern. Beschriftet war der Hubschrauber mit seiner Kennnummer.
Ein Mann, geschützt von zwei weiteren Personen, stieg aus und beäugte John.
"Freut mich, dich kennen zu lernen, mein Name ist Suel.", sagte er zu John und streckte ihn die Hand entgegen.
Seine beiden Wachen belächelten die Situation freundlich. Einer von ihnen war etwas größer und muskolöser, hatte einen scharf geschnittenen Bart und dunklere Haut, der andere Bodyguard war schmaler und zierlicher, hatte kurze Haare, die nach oben gegelt worden waren und trug weiße Handschuhe.
Suel selbst trug wie seine Bodyguards einen schwarzen Anzug und hatte blonde Haare, die ordentlich nach Hinten gekämmt worden waren. An seiner rechten Hand trug er einen Siegelring.
"Ich bin einer der Stimmen der Söhne Adams. Ich weiß, wir hatten einige Sorgen in der Vergangenheit miteinander, doch dir sei versichert: Wir sind nicht hier, um dir zu schaden, im Gegenteil. Lange haben wir nach dir gesucht, John Tanner. Wenn ich dich bitten dürfte einzusteigen?"
Seine Stimme war dabei äußerst ruhig geblieben und wirkte sehr einladend jugendlich.
Als Varron jedoch eine Geste des losgehens zeigte stellten sich die Bodyguards sich ihm in den Weg.
"Für euch habe ich den Weg nicht hinter mich gebracht", sagte Suel nur knapp zu Varron und wirkte nun nicht mehr so einladend.
"Also Herr Tanner, wenn ich bitten dürfte?"
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 3:50 pm

John beachtete die Getränke nicht. Er blieb wortlos stehen und versuchte nicht zu aufgeregt zu wirken, denn die Anspannung kehrte zurück.
Wenig später tauchte Suel auf. Emotionslos gab John ihm die Hand und folgte seiner Anweisung in den Helikopter zu steigen. Er saß schon fast drin, als er Suels Ablehnung gegen Varron und Deyna hörte.
"Die beiden kommen mit mir mit.", sagte er ruhig, aber betont, als er wieder zurück auf den Vorhof sprang.
"Das was ihr mir erzählen wollt, werden auch sie hören. Sie hängen genauso mit drin in der Sache."
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 5:26 pm

Deyna schmunzelte bei der Aussage des Weggeleiters.
"So behandelt man also heutzutage eine Frau bei euch..." sie schüttelte nur den Kopf. Sie sah Varron an, der sie ebenfalls nur anlächelte, nach dieser Aussage. Sie wurden in eine Räumlichkeit geführt und aufeinmal standen ihr mehrere Muskelprotze gegenüber.
Aufgeblasene Pfeiffen, dachte sie und biss sich auf die Lippe. Sie hatte lange nichts mehr getrunken... Wälder oder ähnliches gab es nicht auf ihrem Weg, als sie Varron und John suchte. Gut, dass du so trainiert bist, Deyna...
Am liebsten würde sie einfach aus Prinzip einem dieser Muskelprotze an die Gurgel springen.
Sie drehte sich um und sah, dass aus einem Helikopter ein Typ ausgestiegen war und auf John zuging.
"Mein Name ist Suel." sagte dieser. Und noch mal einer dieser Muskelprotze.
Als Deyna sich diesen Suel genauer anschaute, bemerkte sie gewisse Ähnlichkeiten mit dem Typ, der sie damals auf der Straße liegen lassen hatte, nachdem er sie zugerichtet hatte... Alleine deswegen wirkte er schon widerlich unsympathisch.
Sie lauschte dem Gespräch. Er wollte nur John!
Sie fasste Varron an der Schulte und brachte nur: "Er wird doch wohl nicht..." herraus.
"Hey Sie da! Sie könnten wenigstens einen Kompromiss eingehen, wir haben uns doch schon kooperationsbereit gezeigt! Was können wir Ihnen schon anhaben?" rief sie Suel zu.
Meist funktionierte dieser kleine psychologische Satz... John kann nicht alleine gehen... Wer weiß, was die mit ihm machen!
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 10:30 pm

Varron schaute nur grimmig in das Gesicht des muskolöseren Mannes.
Suel säufzte. Er hatte nun wirklich keine Lust auf solche Spielereien: "Na gut", sagte er genervt: "Nehmt die beiden mit".
Sie wurden durchgelassen.
Beim einsteigen wurde Varron ziemlich nervös, es war sein erstes Mal in einen Helikopter. Es war um ehrlich zu sein generell sein erstes Mal in der Luft. Dennoch wollte er sich das nun nicht anmerken lassen. So nahm er neben John platz. Die Ledersitze waren wirklich gemütlich, ein Komfort, den Varron beinahe vergessen hatte zu fühlen.
Nachdem alle eingestiegen waren spürte man eine Vibration durch den Hubschrauber gehen. Die Rotorblätter drehten sich schneller und schneller und schließlich hob er ab. Varron konnte seine Faszination nun nicht mehr zurück halten und klebte förmlich am Fenster nach draußen.
Suel saß in der Mitte auf der Sitzbank gegenüber, seine beiden Bodyguards rechts und links.
Er hatte ein leichtes Siegeslächeln auf den Lippen. Kurz blickte er auf die zierlichere Schutzperson, die mit einen nicken ein Fach öffnete und mehrere Gläser auf einem Tablet herausholte.
"Sekt, ein Bier, Wein, einen Saft?", fragte Suel in die Rune.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Dez 13, 2013 11:35 pm

Wortlos nahm John eines der Gläser mit etwas Saft an, trank aber nicht davon. Er starrte aus dem Fenster und sah die Welt unter ihnen vorbeifliegen. Schnell hatten sie das das Gebiet des Industrieviertels verlassen, er konnte aber nicht erkennen wohin sie flogen, dafür hatte sich die Stadt viel zu sehr verändert.
Schließlich sah er wieder Suel an. Dieser saß immer noch seelenruhig vor ihnen und lächelte ihn freundlich an. Es verunsicherte John.
Was hatte so ein Mann, wie Suel, in all dem verwickelt war. Momentan sah er eigentlich sehr sympatisch aus. Schnell sah John wieder weg.
Varron und Deyna saßen beide neben ihm und sahen auch nicht ganz sicher von der Sache aus.
"Wo fliegen wir hin? Verlassen wir die Stadt?", fragte er Suel nach einiger Zeit.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Sa Dez 14, 2013 1:54 pm

Sie stiegen in der Helikopter und hoben ab.
Suel bot etwas zu trinken an. Sein Blut würde besser schmecken..., dachte sie sich.
Sie beobachtete John. Er wirkte sehr bedrückt und konzentriert. Umso schlimmer, dass dieser Mistkerl ihn auf die Folter spannen musste... Sie verzog das Gesicht. Böse Blicke ihrerseits ruhten auf Suel.
Ich traue dem Kerl nicht...
Sein Siegeslächeln verunsicherte Sie sehr.
Dann fragte John, wo es nun hinginge.
Jetzt bin ich gespannt... , dachte sie und schaute kurz zu Varron herrüber.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   So Dez 15, 2013 1:11 pm

"Ihr möchtet euch wohl nicht gedulden", sgte Suel: "Doch das ist verständlich nach all den Strapazen. Ja, wir verlassen die Stadt, um genau zu sein auch den Westen. Doch vorerst möchte ich euch etwas zeigen."
Er nahm ein Tablet-PC und übergab ihn an John. Zu sehen waren mehrere Karten von der Küste, gepaart mit Liveaufnahmen und Fotos.
"Das hier ist ein paar Seemeilen vor Krystias. Die askatonische Marine hat nun eine Seesperre gegen Skalar eingerichtet. Die Marine unseres Landes ist gegen diese Übermacht nicht konkurenzfähig und bleibt auf sicheren Abstand. Doch schaut euch das an."
Er klickte auf eine Stelle der Karte und ein Ausschnitt vergrößerte sich: "Das hier ist ein Live-Satelitenbild einer der Flugzeugträger der feindlichen Flotte. Diese Flugzeuge sind modernste Langstreckenbomber. Nach unseren Informationen plant Akatonien schwere Angriffe auf die Küstenstädte, höchstwahrscheinlich zur Demoralisierung der Bevölkerung. Die Verluste werden enorm sein."
Suel vergrößerte einen weiteren Ausschnitt, sie zeigten die Küstenpromenade Krystias. Teile der Hausfronten waren zertrümmert, teilweise waren sie eingestürzt.
"Dieses Bild ist 28 Stunden her. Askatonien hat eine ihrer neuen Mittelstrecken-Pseus-Raketen getestet. Ziel war ein Kampfkreuzer vor der Küste. Sie verfehlte das Ziel und schlug direkt in bewohnte Häuser ein. Und das ist erst der Anfang."
Er verkleinerte die Karte wieder und zoomte auf den Norden. Auf der Karte zeigte er: "Hier verlief die alte Grenze zwischen den Ländern. Heute ist sie weit nach Süden gewandert. Städte wie Aask liegen schon lange in Feindeshand und produzieren aus unseren Ressourcen die Mittel für ein weiteres Vorrücken. Die Truppen von Skalar haben eigentlich nurnoch die Aufgabe, die momentane Front zu halten. Ein Zurückerobern steht außer Frage. Die Arbeiter von Aask werden teilweise sehr schlecht behandelt, die Dörfer der Tundra wurden teilweise zerbombt, um mögliche Truppenunterschlüpfe zu verhindern. Unsere Hauptstadt ist sehr gut geschützt, doch ansonsten haben wir hohe Verluste an allen Fronten. Wie ihr seht geht uns die Zeit verloren, das Blatt noch zu wenden."
Er beließ das Tablet in Johns Hand, um die Bilder weiter auf ihn wirken zu lassen.
Varron war sichtlich schockiert.
Suel fuhr fort: "Wir, die Söhne Adams, sind keinesfalls Verbrecher. Wir sind mehr die Zahnrädchen hinter den Geschehen. Unser Ziel ist es, den Krieg zu beenden und wieder Frieden in Skalar zu schaffen. Ein Krieg, der mit jeden Tag mehr Menschenleben kosten wird. Und genau dafür brauchen wir ihre Hilfe, John Tanner."
"Nun, unser Reiseziel ist eines unserer Laboranlagen im Südosten des Landes. Dort werden wir ihnen alles weitere über unser Vorgehen berichten."

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   So Dez 15, 2013 11:31 pm

John schwieg. Er starrte fassungslos auf das Tablet. Sie hatten den Stess und die Angst, die die feindliche Flotte ausgestrahlt hatte, mitbekommen, aber das es schon so schlimm war, schockte ihn. Weshalb musste sowas passieren, weshalb machte das andere Land so. Unschuldige Leute waren zu Schaden gekommen. Selbst die Bewohner von Paros Sky hatten sowas nicht verdient.
John blickte wieder auf und seufzte. Er ließ Suels Worte sprachlos über sich ergehen und blickte wieder aus dem Fenster.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mo Dez 16, 2013 12:19 am

Deyna fühlte sich aufeinmal betroffen. Ihr Blick wurde starr.
Sie schaute zu John rüber. Und er tat ihr so leid ...
Sie drehte den Kopf und dann ruhte ihr Blick einfach nur noch auf Suel.
"Warum behandelt man uns dann wie Aussätzige, wenn ihr die Guten seid?", fragte sie.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Do Dez 26, 2013 1:21 am

Auf diese Frage war Varron besonders gespannt. Ohne es zu merken ballte er seine Fäuste. Ihn kamen die Bilder wieder in den Kopf von der dunklen Wohnung. Währe die Situation nicht so aussichtslos gewesen am Boden, so hätte er den verfluchten Helikopter spätestens beim Start abgeschossen.
Doch nun saß er in eben Diesen und auch die atemberaubende Aussicht konnte ihn nun nicht mehr ablenken.
Er bemerkte das geringe Kopfschütteln der bulligeren Wache und entspannte seine Hände vorerst wieder, doch seine Zunge konnte er nicht zügeln: "JA! WAS SOLLTE DAS ALLES IN DER VERGANGENHEIT?! MIT DER HÖHLE, DEN VERFOLGERN! Warum sollten wir euren Worten nun noch trauen?!"
Suel versuchte ihn mit einer Geste zu beruhigen: "Sachte Sachte, lasst mich erklären. Ich gebe zu, die Vergangenheit unserer Zusammenarbeit war steinig. Es gab gewisse Komplikationen. Zuallererst: Wir sind wie die Zahnräder im Hintergrund. Es mag sein, dass unser Einfluss sicherlich nicht gering ist und wir gute Verbindungen mit den Clanführern haben, dennoch leiten wir diese nicht und sind weder für ihr Vorgehen, noch für ihr Handeln verantwortlich! Wir bedauern zutiefst, dass es so kommen musste. Was die Sache mit der Höhle angeht, so kann ich auch hier nur sagen, dass mich solche Schuld nicht trifft, da ich auch für Corels Vorgehen nicht verantwortlich bin. Doch betrachtet es aus unserer Sicht: Hättet ihr euch freiwillig zu erkennen gegeben? Oder gar den Dialog mit uns gesucht? Ihr seid geschickt untergetaucht für eine ziemliche Zeit, Herr Tanner.
Doch lasst uns diese Vergangenheit schlussendlich begraben. Und bevor ihr fragt, warum ihr uns trauen solltet
:" er lächelte und zuckte mit den Schultern: "Ihr sitzt in unserem Helicopter, entliche Meter über der Erde, wollten wir euch böses, ich müsste euch nur hinaus werfen oder den Hubschrauber abstürzen lassen. Doch ich habe keines dergleichen vor, noch käme es mir in den Sinn. Fakt ist, das ihr uns anscheinend bereits vertraut, auch wenn es euch selbst nicht so bewusst ist."
Sein Blick wurde wieder ernster:
"Uns fehlt die Zeit über solche Dinge nachzudenken. John Tanner, können wir uns auf eine Zusammenarbeit zu Gunsten unserer Nation freuen?"

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Do Dez 26, 2013 1:46 am

John folgte Suel nur mit halber Aufmerksamkeit, als er dann schließlich zum Schluss kam, wurde John wieder hellhörig.
Er ließ sich die momentane Situation durch den Kopf gehen und kam zu dem Schluss, dass sie sowieso keine andere Möglichkeit hatten.
"Wir werden so lange mit euch arbeiten, wie es uns von Nutzen ist.", fing John an. "Und das sehe ich momentan, von Nöten. Nicht nur weil ich wissen will was mit meinen Eltern war, sondern auch zum Wohle der Menschen."
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Dez 31, 2013 7:03 pm

Der Hubschrauber flog seinen Weg fort und verließ schließlich die Grenzen der Stadt. am Horizont blitzen immer wieder Punkte auf, Explosionen in der Ferne, doch mehr als ein sehr leises rauschen kam davon nicht an. Die Nacht näherte sich dem Ende, als langsam in Flugrichtung die Sonne aufzugehen schien. Und schließlich nach einiger Zeit setzte der Hubschrauber zum Landen an.

>>>>>>>>Forschungsstation ES210, Landeplätze
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