Kirantis

Die Vergangenheit zieht lange Schatten, die auch die Zukunft verändern können.
 
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 Das Industrieviertel

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John Tanner

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mi Aug 22, 2012 1:58 am

Paros Tafel ---------------------->

"Ja da hast du Recht. Auch wenn es nur für kurze Zeit war, war die Reise mit ihnen sehr angehnehm. Ich frag mich was aus ihnen geworden ist?"
Das Industrieviertel war ein wenig heruntergekommen, bemerkte John. Es waren mittlerweile wesentlich mehr Scheiben und Fenster zerschlagen. Einige Lagerhallen schienen sogar vollkommen zerstört worden zu sein. Nur noch Schutt lag an dem Ort, an dem er an seinem vorherigen Besuch Dr. Neldar gejagt hatte. Wie konnte die Stadt nur noch mehr verkommen. Die Bandenkriege mussten schlimmer geworden sein. Obwohl er die Stadt hasste, blickte er wehmütig auf die herunter gekommenen Gebäude.
"Weißt du noch, als wir uns alle in Paros getroffen haben. So schlecht kann die Stadt ja eigentlich doch nicht gewesen sein.", sagte John und lächelte.
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Varron

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Aug 24, 2012 10:42 am

Paros Tafel--------------->

Varron schaute auf John, dann lächelte er: "Na sowas, dass du das jemals sagen würdest..." Sie gingen den Lagerhallen entlang. Erst bei genaueren Betrachten sah man, dass die meisten Hallen in Ordnung waren. Das Bild der Zerstörung kam größtenteils von den kleineren, umliegenden Hallen, die in sich zusammengestürzt waren. "Was hier wohl passiert ist?", fragte Varron.
Der Boden war von Dreck überseht, bestehend aus Staub, herumfliegenden Papieren und diversen unzuordbaren Kleinteilen.
Ohne es zu bemerken schritten sie an ein paar Graffitis vorbei, die auf so manchen Wellblech gesprayt wurden. Alle zeigten sie das selbe Symbol, einen Totenkopf, dessen Augen aus Mideen-Zeichen bestanden.
Varron drehte sich um, von ihrem ängstlichen Verfolger war nichts zu sehen.
"Ich glaub er hat keine Lust mehr", sprach Varron. Von irgendwoher ertönte ein Klopfen. Varron blieb stehen, hörte sich um. "Hörst du das?"
Das Klopfen wurde immer lauter, wandelte sich mehr und mehr zu einem lauten Bollern, als würde jemand auf die Metallwände der Hallen einschlagen.
Und dann sah er sie, von überall aus dem Schutt aufkommend. Sie sahen aus wie Punks, hatten hochgegelte Iros und dunkle Kleidung. In ihren Händen hatten sie alles Mögliche an Waffen, von Baseballschlägern, Hämmer und Äxten bis hin zu Schusswaffen. Varron entdeckte sogar jemanden, der mit einer relativ modern wirkenden Armbrust auf einem der Dächer stand.
Schnell hatten sie die Beiden umzingelt.
"Shit," sagte Varron nur und blickte in die unfreundlichen Gesichter ihrer "Gastgeber".
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John Tanner

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Aug 24, 2012 4:59 pm

"Das könnte problematisch werden?", antwortete John. Er zog seinen Mantel zurück und entsicherte die ZW.
"Was wollt ihr?, rief er den Punks entgegen. John war sich sicher, dass das Symbol an der Wand zu der Bande gehörte. Er hatte es auch schon einmal gesehen, war sich aber nicht mehr sicher wo.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mi Sep 12, 2012 7:21 pm

Teilweise ertönte höhnisches Gelächter, doch größtenteils blieben die Gesichter ernst, soweit das Varron erkennen konnte. Er legte seine Hand auf Johns Pistole, drückte sie vorsichtig hinunter: "Besser nichts provozieren, wenn die angreifen haben wir keine Chance."
Dann rief er den Fremden zu: "Wir wollen keinen Streit..."

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Sa Okt 27, 2012 12:11 pm

Mit einen Male wurde das Gelächter noch lauter und ergab sich wie ein tosender Wasserfall über die Beiden. Die Person mit der Armbrust legte an und zielte weiterhin in ihre Richtung.
Auch hinter ihnen tauchten nun immer mehr auf, und bald waren sie der Mittelpunkt eines Kreises.
"Ihr kommt zu uns und wollt keinen Streit? Das ist ja wie als würde das Reh zwischen die Wölfe treten und nicht gefresen werden wollen".
Sie kam von irgendwo zwischen den Reihen, aber kaum war sie erklungen, schwiegen alle, schwiegen die trommelnden Geräusche, schwieg das tosende Gelächter.

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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Sa Okt 27, 2012 12:40 pm

"Okay das könnte doch etwas problematischer werden, als gedacht.", murmelte John. John hörte Schritte aus der Masse. Es waren die einzigen Geräusche in der Stille die zu hören waren.
"Was machen wir jetzt? Die werden uns auseinander nehmen!"
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mo Jul 01, 2013 6:38 pm

Kalter Schweiß perlte von Varrons Gesicht. Seine Muskulatur war angespannt, selbst seine Zähne knirschte er. Was sollten sie tun? Es kam ihn vor als würde er hier schon eine Ewigkeit stehen, als hätte eine höhere Gewalt, die sein Schicksal lenkt, einfach vergessen seine Geschichte über lange Zeit weiter zu schreiben. Sie mussten etwas wagen, es riskieren. Vorischtig blickte er sich um. Nicht weit hinter ihm war etwas Schutt, das wie ein Maulwurfstunnel hinausführen könnte.
"John?", flüsterte er so unmerklich wie möglich: "Sobald ich springe, läufst du zu den Schutt da, kriech durch und versuch hier weg zu kommen."
Dann atmete er tief ein, holte Luft, sprang in die Luft.
Einen Moment schwebte er, sah wie die Personen anlegten. Doch dann entzündete er seine Fäuste und donnerte mit ihnen und seinem ganzen Gewicht auf den Boden vor ihm. Eine Explosion breitete sich aus, die als Feuerball sich über den Boden ausbreitete und sämmtlichen Staub und kleinen Schutt in Richtung der Menschenmasse schoss.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Jul 02, 2013 1:40 pm

Gerade noch rechtzeitig sprang John in das Loch aus Schutt. Wie Varron vermutet hatte gab es einen kleinen, nicht mal ein Meter hohen Gang, der weg vom Geschehen führte. John hörte das Zischen des Feuers und spürte die Hitze, die ihn ein holte. Er rannte den Gang so gut es ging entlang und kam sehr schnell wieder aus einer Öffnung heraus. Er war nur wenige Meter gelaufen, hatte die Gang aber weit hintersich gebracht und nun stand er zwischen zwei Lagerhallen in einer Gasse.
Von weiterher hörte er einige Schreie.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Jul 02, 2013 3:59 pm

Aufruhr lag in der Luft. Schüsse vielen. Varron lag auf den Boden, er hatte sich hingeschmissen, während pfeifend diverse Geschosse den Rauch durchdrangen. Er musste hier weg. Doch wohin? Seine Orientierung war verschwunden. Neben ihn schlugen Geschosse ein, verfehlten seine Hand nur um Zentimeter, sodass er die Einschläge spürte. Panik ergriff ihn. Und so sprang er auf und lief in irgend eine Richtung. Der Qualm schien sich zu verflüchtigen, denn er sah einzelne Schatten und wage Umrisse.
Das Feuer unterbrach. Nichts wie weg, dachte er.
Doch da beschritten Gestalten den Kreis, durchsuchten den schwindenden Rauch nach ihm. In ihren Händen alles Mögliche. Schläger, Äxte, schweres Werkzeug und auch Schusswaffen. Verdammt, dachte Varron, denn wenn er seine Fähigkeiten einsetzen würde, dann würden ihn die Flammen verraten. Er musste hier weg, doch die Schatten kamen immer näher.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Jul 02, 2013 10:01 pm

Im Schatten der Lagerhallen lief John wieder zurück zum Ort des Geschehens. Er versteckte sich hinter dem Rest eines kleinen Hauses und schaute um die Ecke.
Viel war durch den Rauch nicht zu erkennen. In dem Kreis aus Gangmitgliedern, in dem er vor wenige Minuten noch gestanden hatte herrschte Chaos. Einige wenige liefen schreiend davon, andere, die Varrons Flammen nicht entkommen waren, wälzten sich auf dem Boden, um die Flammen zu ersticken, aber eine kleine Gruppe besonders brutal aussehender Männer liefen mit gezückten Waffen wieder in den Qualm hinein.
John wurde nervös. Er musste etwas tun. Schnell schlich er um die Ecke und kletterte eine Anhöhe aus Schutt hinauf, die direkt an den Ort des Geschehens heranreichte.
Von Oben hatte er eine bessere Sicht auf den Qualm, der mittlerweile etwas ausgedünnt war. Er sah die Silhouetten der Schläger, die geradewegs in die Mitte des Kreisen gingen, und direkt in der Mitte eine Gestalt, die nur Varron sein konnte.
John zog sein ZW und zielte auf die Gestalt, die er am besten erkenn konnte. Es war ein glatzköpfiger Mann mit einer Pistole in der Hand. Ohne zu zögern schoß er und der Mann brach sofort zusammen.
Die anderen Silhouetten stoppten und blickten nach oben.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Jul 02, 2013 11:44 pm

Die Schreie der Bande hallten durch das Schuttfeld. Das Feuer der Explosion verschwanden nach und nach und der aufgewirbelte Staub lichtete sich immer mehr.
Nun war er bereits so weit aufgehellt, dass man durch ihn hindurchsehen konnte.
Die Männer teilten sich auf, während die Männer und Frauen im Zentrum dieses Platzes auf Varron zustürmten, richteten die restlichen Banditen ihre Waffen auf John.
Schritte waren hinter John zu hören, als ein großgewachsender Kerl hinter ihn auftauchte. Ohne reagieren zu können schlug dieser mit voller Wucht auf Johns Hinterkopf und setzte ihn so in Ohnmacht.
Varron hingegen wurde auf den Boden gedrückt. Einer der Männer drückte ihn seine Pistole direkt an die Stirn. Und schließlich wurde auch er niedergeschlagen.

Es wurde Nacht.
in einer der Lagerhallen hatte die Bande ihr Lager aufgebaut. Betten und Laternen standen hier und da. Und hinter Gitterstäben auf den kargen Boden lagen die beiden Gefangenen, die allmählich aufwachten.
Eine Stimme drang in ihr Bewusstsein, es war die Selbe, die schon bei der Einkesselung gesprochen hatte: "Mutig seid ihr schon. Doch was ist Mut wert, wenn es den Verstand überwiegt? Nun seit ihr in dieser Falle."
Sie kam von einen Mann, der anders als die Anderen aussah. Die Anderen in der Bande unterhielten sich laut, tranken und pöbelten rum.
Er hingegen saß auf einen Stuhl, ein Buch in der Hand. Seine Kleidung war ordentlich, unschuldig. Langsam beugte er sich nach vorne, seine Brille spiegelte die zugerichteten Gefangenen. Er grinste hämisch.
"Wie heißt ihr?"
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Jul 02, 2013 11:59 pm

John wachte als erster auf. Benommen sah er den Mann auf der anderen Seite der Gitterstäbe an, ignorierte ihn dann jedoch erst einmal. Er schüttelte Varron an der Schulter und weckte ihn somit auch auf. Dann schaute sich John um. Die Zelle war karg. Nichts war mit ihnen zwischen den Gitterstäben und auch alles andere hatte man ihnen abgenommen, selbst seinen Mantel.
Schließlich wandte sich John doch wieder dem Mann zu. "Ich heiße John und du kannst mich mal."
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mi Jul 03, 2013 10:01 pm

Auch Varron wurde wach, schüttelte seinen Kopf um an Besinnung zu gewinnen. Er wollte sich das Gesicht reiben, doch seine Handgelenke wurden von Handschellen umgriffen. "Was zum?", murmelte Varron, dann kamen all die Erinnerungen wieder. Er blickte sich um, in das Gesicht von John und dem Gesicht des Mannes hinter den Stäben. Auch seine Beine waren gefesselt.
"Lasst uns hier raus!", rief er laut.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mi Jul 03, 2013 10:04 pm

Der Mann hinter den Gittern schüttelte nur den Kopf, dann klappte er sein Buch zu. "Ihr missversteht wohl eure Lage. Ihr seid nicht in der Lage, Vorderungen zu stellen und eure störrische Art wird euch sicherlich nicht retten." Sein hämisches Grinsen verschwand in einen ernsten Gesichtsausdruck, dann stand er auf und verschwand in der Menge.
Die anderen Banditen, kaum war er weg, kamen an den Käfig, blickten hindurch zu den Gefangen, als seien es Tiere. Sie schlugen gegen die Gitterstäbe, laut lachend und spottend.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Fr Jul 05, 2013 12:16 am

John stand auf und ging zu den Gitterstäben. Er war, im Gegensatz zu Varron, nur an den Händen gefesselt.
Er starrte die Banditen böse an. "Ja von da draußen könnt ihr lachen.", rief er ihnen zu. "Kommt doch zu uns herein, dann sehen wir, ob ihr noch lachen könnt."
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Jul 09, 2013 12:39 am

Varron war alles Andere als begeistert. Er lag gefesselt auf dem Boden, könnte mit Mühen vielleicht aufstehen und hatte sicherlich keine Lust, sich so mit bewaffneten Bandenmitgliedern prügeln zu müssen. "John, was hast du vor? Lass den Blödsinn!", zischte Varron seinen Freund entgegen.
Er versuchte sich zu befreien, doch seine Fessel waren zu stramm.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Nov 12, 2013 2:06 am

John biss sich auf die Lippe. Anscheinend war der Banditenführer klug genug um nicht auf seine Sticheleien einzugehen. Wütend schritt John weiterhin auf und ab und schaute sich um. Die Zelle war ziemlich staubig aber bis auf Dreck und einige Lumpen sah er so nichts. Laut schnaubend ließ er sich auf einem der Lumpen fallen. Vorsichtig versuchte er nun den Lumpen mit seinen zusammengebundenen Händen zu durchsuchen. Er versuchte dabei so unauffällig wie möglich zu sein.
"Versuch mal an einen der Lumpen ran zu kommen.", zischte er Varron zu. "Vielleicht findest du darin etwas."
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Nov 12, 2013 2:08 am

In einen der Lumpen findet John eine lange Haarnadel.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Nov 12, 2013 2:25 am

Varron wusste nicht mehr weiter. Mit den kalten Fesseln am Mann war er unmöglich in der Lage, gezielt seine Fähigkeiten einzusetzen. Er könnte John verletzten. Erst als John ihn den Hinweiß gab bemerkte er die Lumpen, zerfetzte Zeitungsreste und Tücherfetzen, die hier und da verteilt lagen. Mit den Beinen zog er sich langsam aus seiner Ecke hervor, die Gelenke schmerzten immernoch. Zähne zusammenbeißen, sprach Varron immer wieder im Kopfe zu sich selbst.
Das Durchsuchen erwies sich als schwerer als gedacht. Um mit seinen Händen eine Stelle zu durchkramen musste er sich immerhin direkt auf sie setzen, mehr bewegungsfreiheit war ihn nicht gegönnt. Noch dazu ohne entdeckt zu werden.
Immer wieder blickte er vorsichtig in den Raum, bevor er seine Position weiter verschob. Die Luft stank ekelhaft nach Schweiß.
So drückte er sich von Fleck zu Fleck, in der Hoffnung zwischen all dem Kram, der anscheinend als Käfigpolster wie Stroh gedacht war, etwas nützliches zu finden.
Seine Gedanken schweiften dabei nicht ab, sie blieben konzentriert.
Es war wie als würde das Schicksahl einfach ein Problem damit haben, dass er frei ist. Und mit all diesen Anstrengungen wuchs auch seine Aggression, die er mehr und mehr gegen all diese Menschen anstaute.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Nov 12, 2013 3:00 am

Er wandte die Lumpen zur Seite. Darunter lagen ein paar weitere. Grade als John nach einem krallen wollte, sah einer der Bandit rüber. Vollkommen verkrampft erstarrte  er. Er sah zu Varron hinüber. Er wand sich auf dem Boden, woraufhin der Bandit lachte und irgendetwas unverständliches zu seinen Kamerade brüllte. Auch sie lachten.
Schließlich hatten sie sich aber wieder beruhigt und drehte sich ihren eigen Dingen zu. John entspannte und atemete tief durch. Wie der griff er nach dem Lumpen und plötzlich bekam er etwas zu fassen. Er wandte das kleine etwas in seiner Hand. Es war metallisch, zwar nicht dick, aber er könnte damit wohl seine Handschellen öffnen.
Wieder schaute er sich um. Varron war nun auch erstarrt. Er tastete nach etwas, wobei John nicht erkennen konnte wonach.
Schnell ließ er die Haarnadel im Schlüsselloch der Handschellen verschwinden. Er brauchte nicht lange und einen Moment später hörte er das leise Klicken des Schlosses.
Als der Druck der Fesseln verschwand, dehnte John seine Handgelenke hin und her. Erleichtert richtete er sich wieder zu einer gemütlichen Position auf. Nun konnte er doch erkennen, wonach Varron tastete. Es war eine verrostetet Stück Metall.
Langsam und mühsam stand John auf, bedacht noch immer so zu tun, als ob seine Hände gefesselt wären. Er ging an der Zellentür vorbei zu Varron und kniete sich hin.
Schnell öffnete er auch Varrons Handschellen und legte ihm das Stück Metall in die Hand.
"Bekommst du die Zellentür auf. Wir müssen jetzt schnell sein.", flüsterte John.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Nov 12, 2013 3:23 am

Varron blickte erschrocken zu John, als das Klicken ertönte, das ihm unnatürlich laut vorkam. John hatte es geschafft, seine Handschellen loszuwerden. Hoffnung stieg in Varron auf. Sein Blick wanderte zurück nach draußen in der Befürchtung, Jemand der Banditen hätte ebenfalls das Klicken des Schlosses vernommen, doch wie es aussah hatten sie Glück. Nun auch öffnete John seine Handschellen. Sie klickten, dann spürte Varron wie der Druck absprang. Im letzten Moment fing er die herunterfallenden Handschellen, die nun knapp über den Boden baumelten. Er schnaubte leise durch. Glück gehabt.
Noch einmal wanderte sein Blick nervös in den Raum, doch sie hatten Glück. Der Knoten an seinen Beinen war nur leicht und so waren auch bald die Fußfesseln verschwunden.
Auf Johns Frage nickte Varron nur. Das Schloss wirkte alt und war an manchen Punkten schon angerostet. Er sollte es schaffen.
Mit einen hatte er nicht unrecht: Ihr Zeitfenster war schwindend gering. Und wenn Jemand sie bemerken sollte, bevor er auf seinen Beinen war, so hätten sie verloren.
Mit konzentrierten Blick schaute Varron noch einmal in Johns Augen und gab ihn so zu verstehen, dass John wissen sollte was man danach tut.
So legte er das gefundene, spitze Metallstück in Johns Hand.
"3...", flüsterte Varron leise, währender sich ein wenig aufrichtetete.
"2...". Das Türschloss war nur einen Sprung entfernt, er wäre binnen eines kurzen Augenblickes dort. Nicht viel Zeit, etwas vorbereitendes zu schaffen. Doch zum aufschmelzen war keine Zeit. Er musste es aufsprengen.
"1...". Alle Muskeln spannten sich wie die Sehne eines Bogens an.
Die Null sprach er nicht aus.
Varron ließ sich nach forne kippen, sein Körper war nun auf das Schloss gerichtet. Er spürte den Druck seiner rechten Handfläche, den er aufbaute. Er musste die Energie mit einen einzigen Schlag punktuell entladen, um eine gerichtete Detonation zu erzeugen, das wusste er.
Er atmetete tief ein, dann stieß er sich mit voller Kraft ab, rammte auf dem kurzen Weg seinen Handballen nach forne.
er spürte die Härte des Metalls in seinen Handballen, erst dann entlud er seine Kraft.
Es knallte, Hitze durchzog die Spalte zwischen seinen Fingern, dann krachte die aufschwingende Türe gegen die Gitterstäbe, sodass auch der letzte Bandit es nicht überhören konnte.
Sie waren frei, fraglich nur wie lange.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Di Nov 12, 2013 4:19 pm

John rannte los, als er Varrons Feuer sah. Seine Hand hatte das Metallstück fest umschlossen. Sekunden später rammte er es auch schon in den Magen eines heranstürmenden Banditen. Er zock es wieder heraus und wirbelte einmal herum, um einen Gegner hinter sich zu treffen. Das Blut spritzte ihm ins Gesicht. Er hatte die Kehle des Mannes durchtrennt. Wild tobte John durch die Masse an Banditen. Er ließ alle die Wut und Trauer der letzten Zeit in eine seine Schläge einfließen. Die einfache Schläger der Banditenbanden hatte keine Chance. Nach und nach fielen sie um. Einige krampften vor Schmerz auf dem Boden, doch die meisten blieben reglos liegen. John ließ immer mehr Wut in seine Schläge fließen. Er dachte an den Hass auf die Stadt und die Banden. Sie hatten es verdient.
Eine Faust kam direkt aus der Masse vor ihm. Ein bulliger Typ preschte aus den Reihen hervor. John duckte sich knapp unter seinem Arm hindurch und ließ das Metallstück an ihm entlangfahren. Der Bandit zuckte leicht ließ sich aber nichts weiter mehr anmerkten, denn im nächsten Moment preschte schon seine andere Faust heranfahren. John wurde hart an der Schulter getroffen. Er stürzte gegen eine Reihe von Banditen, die durch seinen Schwung allesamt umfielen. Einen kurzen Moment sah John Varron auf der anderen Seite des Raumes ebenfalls mit einer Masse an Banditen kämpfen, die ihn umringten.
Er rackerte sich wieder auf und sah dem Hünen entgegen, der wieder auf ihn zu stürmte.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mi Nov 13, 2013 6:20 pm

Während John keine Sekunde der Zeit vergeudete und sich ins Getümmel warf, landete Varron auf den Boden und blickte auf. Einer der Banditen kam auf ihn zugestürmt, seine Faust weit nach hinten zum Schlag ausholend. Ohne lange zu überlegen wich Varron nach rechts aus, wirbelte herum und rammte den Angreifer feste gegen die Gitterstäbe des Käfiges. Ein schmerzhaftes Stöhnen war zu hören, als Varron hinter sich zwei weitere Verbrecher auf sich zustürmen sah.
Seinen ersten Gegner immernoch am Kragend haltend riss er nun schnell herum und hielt ihn wie ein Schild der bereits anfliegenden Faust entgegen.
Sie schlug mit zertrümmernder Wirkung in das Gesicht des Mannes, der nun entgültig das Bewusstsein verlor.
Während sich mit stammelnden Worten der Besitzer der Faust bei seinen Kollegen zu entschuldigen versuchte, so klappte der zweite ein Messer aus, lang genug um Varron ohne weiteres aufzuschlitzen.
"Ich werde auf dich einstechen bis du aussiehst wie Dönerfleisch!", rief er, mit der Klinge in der Hand herumspielend. Seine Augen waren wie besessen auf Varron fixiert und seine Zunge streifte über seine Lippen wie ein Hund vor seiner nächsten Mahlzeit.
Mit aller Kraft warf er sein Schild in die Arme des zweiten Schlägers, der darauf zurückstolperte und fiel.
"Darauf habe ich keine Lust", entgegnete Varron trocken, dann schoss er einen Feuerball direkt gegen den Brustkorb des Messerschwingers. Der Rückstoß des Aufpralles war so heftig, dass er ohne einen weiteren Laut hervorzubringen zurück in den Raum schleuderte, sein Messer hingegen hoch in die Luft beförderte.
Beinahe wäre es auf Varron gestürzt, doch nun steckte es im Boden.
Ohne lange zu zögern zog Varron es heraus.
In all den Getümmel war es kaum möglich, den Überblick zu behalten. Varron versuchte irgendwo John auszumachen und schließlich fand er ihn, während dieser gegen einen Brocken von Verbrecher kämpfte. Da kam ein Fuß angeflogen und traf ihn direkt in der Magengrube. Varron stieß ein stöhnen aus, während er versuchte den Schmerz zu schlucken, dann schlug er den Tretenden direkt gegen den Kehlkopf, sodass dieser zu Boden ging.
Wie konnte er John helfen?
Er blickte in seine Hände. Natürlich, dachte er, doch wie sollte er es ihm geben? Es waren zuviele Feinde zwischen ihnen.
Die Banditen hatten ihn bereits umstellt, viel Zeit blieb ihn nicht. Bei einen Messer dieser Länge währe ein direkter Wurf viel zu gefährlich und persönlich würde er die Klinge wohl kaum übergeben können.
Die einzigen Beiden Möglichkeiten für Varron war entweder ein Wurf gegen den Balken über John, in der Hoffnung, die Klinge bliebe stecken, oder es irgendwie durch die Beine der Banditen durchzuschieben.
Er hatte keine Zeit zum abwiegen, so rief er so laut er konnte: "JOHN, BODEN!", holte aus und schlitterte das lange Messer wie eine Bowlingkugel zwischen den Füßen her, bis sie direkt vor John halt machte.
Mehr Zeit blieb Varron nicht, denn im nächsten Moment packten ihn zahlreiche Banditen, umklammerten seine Arme und Beine und hielten ihn fest, drohten ihn in ihrer Masse zu zerquetschen.
"Fresst das!", rief er und begann Feuerbälle blind in die Menge zu schleudern.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mo Nov 18, 2013 1:45 pm

Mit einigen fuchtelnden Schlägen hielt sich John seinen Gegner auf Abstand. Dieser grinste nur und schien das alles für ein lächerliches Spiel zu halten. Brüllend stürmte er los. Schnell duckte sich John unter ihm durch. Er streifte ihn jedoch leicht, wodurch er straucheln begann. Als sich John wieder gefangen hatte, sah er das der Bandit wieder auf ihn zustürmen wollte, doch plötzlich ertönte Varrons Ruf. Beide drehten sich um und auch die umkreisenden Banditen öffneten ihren Kreis um zu sehen was los war. Genau in diesem Moment schlitterte ein Messer durch die kleine Öffnung an allen vorbei, direkt vor Johns Füßen. Schnell realisierte der hühnenhafte Bandit was geschehen war und stürmte wieder los. Flink griff John nach dem Messer und nahm die Stellung ein, die er sonst mit seinen Kali-Stöcken einnahm.
Brüllend erhob der Bandit seinen Arm und ließ ihn zuschnellen. John blockte indem er die Spitze des Messer in den Arm des Banditen rammte. Wieder ignorierte der Bandit den Schmerz und erhob den anderen Arm. Schnell duckte sich John darunter weg und mit einem gezielten Stoß rammte er das Metallstück zwischen die Rippen den Hühnen. Dieses mal brüllte er vor Schmerz auf und fing an wild um sich zuschlagen. John hatte nicht damit gerechnet und wurde voll durch einen Arm zur Seite geschleudert. Durch den plötzlichen Stoß konnte er das Metallstück nicht mehr fassen. Schnell fasste sich der Bandit wieder und blickte John wutschnaubend an. Plötzlich spannten sich seine Waden und er sprang. Krachend knallte er auf John. Dieser stönte vor Schmerz auf. Mit einer Hand hielt der Verbrecher ihn auf dem Boden fest, mit der anderen prügelte er auf John ein. Immer wieder landeten Schläge in seinen Rippen. Vergeblich versuchte John sich aus dem Griff zu wenden, doch mit jedem Schlag verkrampfte er sich wieder vor Schmerz. Er musste irgendwie die Masse von seinem Körper bekommen. Er tastete an dem Banditen entlang, als er plötzlich das Metallstück, das noch in der Wunde des Verbrechers steckte, in seiner Reichweite spürte. Mit voller Kraft rammte er sein Knie in die Rippen seines Gegners. Das Metallstück drückte sich immer weiter in die Wunde hinein. Wieder brüllte der Bandit schmerzerfüllt auf. Er versuchte John weiterhin auf den Boden zu drücken doch mit jedem weiteren Tritt von John stieg auch der Schmerz, der an den Kräften seines Gegners zerrten. Schließlich erschlaffte die Kraft in den Armen des Banditen. John presste ihn weg, wodurch dieser zurück taumelte. Mit aller Kraft stürmte John voran. Mit zwei Schritten stand er an der Brust des Verbrechers. Er sah die Furcht in seinen Augen, unfähig irgendwas gegen John auszurichten. John nahm alle Kraft aus dem Schwung seines Ansturms und rammte das Messer blitzschnell in die Kehle des Banditen.
Angst breitete sich in dessen Augen aus. Er hatte verloren. All seine Kraft hatte ihm nichts genutzt. Sie war fort. Der Verbrecher sackte zusammen, griff noch einmal an seinen blutspritzende Kehle, bis schließlich auch seine Hand erschlaffte.
Totenstille breitete sich in dem Kreis aus Verbrechern um John aus. Keiner rührte sich, alle waren vor Schreck erstarrt. John atmete nur Schwer und stapfte langsam zur Leiche, bückte sich und säuberte die Klinge des Messers am Hemd des toten Banditen.
Nach einiger Zeit fassten sich die Banditen wieder und stürmten alle zusammen auf John zu. Doch sie waren wütend, ihre Schläge waren unkoordiniert und meist behinderten sie sich nur selbst. Müde aber doch relativ Mühelos, nach dem Kampf mit dem Hühnen, wich John den Schlägen aus und schaltete die kleinen Schläger der Bande aus.
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BeitragThema: Re: Das Industrieviertel   Mo Nov 18, 2013 9:31 pm

Immer wieder trafen die brennenden Kugeln Varrons Gegner und sorgten dafür, dass sie entweder vom Aufprall weggestoßen wurden oder ihren Griff lockerten um die Flammen zu löschen. Nach und Nach konnte sich Varron wieder bewegen. Schließlich hatte er wieder seinen linken Arm frei und setze ihn auf die Stirn des nächstbesten Banditen an. Dieser begann panisch zu schreien, wohlwissend, welche Fähigkeiten Varron hatten.
Ein Schmunzeln überzog Varrons Gesicht. So fühlte es sich also an, wenn man den Spieß umdrehte. Die Anderen verstummten mit den selben ängstlichen Gesicht. Sie nahmen ein Stück Abstand von Varron. Seine Geisel schlurzte: "Nein, bitte...bitte nicht!", doch Varron blieb hart.
So zog er den Mann am Arm näher zu sich und nahm ihn in den Polizeigriff vor sich: "KEINER RÜHRT SICH!", rief er laut und blickte ernst in die Runde.
Ein Bandit versuchte heimlich sein Klappmesser auszupacken, doch Varron bemerkte es. Er zog sein Opfer fester an sich und der Verbrecher ließ die Klinge mit erhobenen Händen fallen.
Es war ein ausgezeichnetes Gefühl, stellte Varron fest. Doch dann überkam ihn wieder die Vernunft. Er wusste, dass eine Geiselnahme nur kurzzeitig funktionieren konnte und auch nur, solange er seine Macht nicht einsetzte. Kurz schwenkte sein Blick zu John herüber, doch dieser schien keine weiteren Probleme mehr zu haben.
ein weiterer schneller Blick und Varron erkannte eine Doppeltüre am anderen Ende des Raumes. Der Ausgang.
Doch er hatte ein Problem. Sobald er von der Wand weggehen würde, würden sie sich von hinten auf ihn schmeißen.
Was sollte er tun?
Fieberhaft dachte er nach. Bloß nicht planlos wirken, dachte er nur. Aber genau dies war sein Problem. Nun gut, irgendetwas musste er nun machen, bevor man seine Unsicherheit bemerkte. Und so rief er mit seiner tiefesten Stimme: "Dreht euch zur Wand und macht die Augen zu, oder ich werde euren Freund hier für immer entstellen!"
Blicke wurden getauscht. Sie glaubten ihn nicht.
Schnell hob er seine Hand und schoss einen Feuerball an die Decke. Die Banditen zuckten weg, ganz beosnders der Mann in Varrons Armen. Sein Schluchzen wurde lauter: "Bitte, ich tu alles was du verlangst".
Die ersten drehten sich um. Nur einer blickte weiter auf Varron, während seine Zunge nervös über seine Lippen fuhr. Es war der Schläger, den Varron vor wenigen Augenblicken das Messer abgeknüpft hatte. Und er wirkte nicht glücklich. In seiner Hand hielt er ein Sturmgewehr, dessen glänzender Lauf direkt auf Varron gerichtet war: "Die Anderen kannst du teuschen, aber mich bekommst du nicht drann!", sagte er und deutete auf seine weit aufgerissenen Augen: "Dein Kopf gehört mir du Feigling!"
Schweiß perlte von Varrons Stirn. Der Finger seines Gegners zog den Abzug langsam an. Dieser Psycho würde ernst machen, ganz gleich was mit den Anderen passiert.
Und so tat Varron das Erstbeste, was ihn einfiel: Schnell wirbelte er herum, den Mann immernoch umklammernd.
Es sah aus wie Ausdruckstanz, als Varron schließlich den Griff des Mannes lockerte und seine Hand im letzten Augenblick festhielt. Er drehte sich noch schneller, dann ließ er los.
Der Mann konnte sich nicht halten, ebenso wenig wie Varron und beide flogen voneinander fort. die Schüsse lösten sich, eine Salve traf direkt in die Wand hinter dem Punkt, wo Varron noch vor einer Sekunde stand. Eine zweite Chance würde Varron nicht bekommen. So ließ er sich nach hinten fallen und schoss gleichzeitig eine Feuerkugel in Richtung des Schützens. Dieser wich gerade noch aus, doch diese Ablenkung sollte genügen. Varron fing sich, stürmte in den Raum hinein, packte beim vorbeilaufen John in der Hoffnung, er würde ihn nicht verwechseln und stürmte in Richtung des Ausganges. Eine zweite Salve verfehlte sie knapp und schlug in die Tür ein, doch da waren sie bereits in einem langen Gang, am anderen Ende der Weg nach Draußen.
Sie gelangen auf einen Vorhof.
Der Vorhof war von Balkonen umrundet, die an hohen Betonmauern befestigt waren und ebenso massiv wie das große, blickdichte Eingangstor, das fest verschlossen war. Männer traten auf die Balkone, mit Schusswaffen bis an die Zähne bewaffnet. Suchscheinwerfer wurden angeschmissen und auf die Beiden gerichtet. Varron riss die Hand vor seine Augen um sich vom grellen Licht zu schützen.
Über Lautsprechern ertönte ein Lachen, und Varron wusste von wem es stammte. Das Lachen summierte sich und schließlich standen sie inmitten der tosenden Menge von Schützen, die alle ihre Waffen auf sie fixiert hatten.
Doch dann sagte ihr Sprecher etwas, mit dem Varron nicht gerechnet hätte:

"John Tanner, ich hab gedacht du machst uns weniger Sorgen. Ich bin davon törichter Weise ausgegangen, du hättest das Benehmen deiner Eltern geerbt. Nun stehst du hier, direkt vor uns, und ich weiß wirklich nicht, ob ich dich weiter festhalten soll oder dich einfach nur erschießen möchte. Verzeih, erschießen lasse. Bis zu seiner Ankunft wird es nicht mehr lange dauern, da willst du uns schon verlassen? Wie schade. "
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